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Weiterbildung

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Meeting, stehende Frau

Ein Leben lang dazulernen

Die betriebliche Weiterbildung wird gerade für kleine und mittlere Betriebe immer wichtiger, um auch in Zukunft ihren Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. Umgekehrt ist lebenslanges Lernen schon heute für viele Menschen Realität. Denn im Internetzeitalter ist das Veränderungstempo hoch und stellt so immer wieder neue Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten.

Wenn Qualifizierung erfolgreich sein soll, sind differenzierte Fortbildungsangebote für unterschiedliche Mitarbeitergruppen gefragt. So verdient etwa die Tatsache Beachtung, dass ältere Beschäftigte anders lernen als jüngere. Auch die Vermittlung von technischen Qualifikationen für Frauen (PDF-Download) stellt besondere Anforderungen. Ein großes Potenzial gibt es bei den Ungelernten und Geringqualifizierten, die bei entsprechender Weiterbildung die angespannte Personalsituation entlasten können.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, angelernte Mitarbeiter weiterzuqualifizieren, die Qualifikation von Frauen, die nach längerer Familienzeit in den Beruf zurückkehren wollen, oder von älteren Beschäftigten zu aktualisieren sowie Menschen mit Behinderung oder krankheitsbedingten Vermittlungshemmnissen beruflich zu integrieren. Für die Qualifizierung und (Re-)Integration benachteiligter Arbeitnehmergruppen gibt es auch eine Reihe von Fördermöglichkeiten für Betriebe und betroffene Personen.

Eine wichtige Weiterbildungsadresse sind die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern. In eigenen Bildungszentren bieten sie laufend ein thematisch breit gefächertes Programm mit Seminaren und Kursen an – von A wie Auto CAD update, B wie Business Coach und C wie Controlling bis V wie Vertrieb und W wie Wirtschaftsmediation. Auch Wirtschafts-, insbesondere Branchenverbände haben spezielle Fortbildungsangebote. Kleine und mittlere Betriebe (bis 249 Beschäftigte) können zudem bei der Planung und Organisation ihrer betrieblichen Weiterbildung die Qualifizierungsberatung der örtlichen Arbeitsagenturen in Anspruch nehmen.

Tipp: Erfolgreiche Weiterbildung – Schritt für Schritt

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über das vorhandene Wissen und Potenzial Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Beispiel in Form eines Kompetenzportfolios. Erfragen Sie auch ihre beruflichen Ziele und Fortbildungswünsche.
  • Planen Sie die betriebliche Weiterbildung längerfristig. Aus der Altersstruktur und Fluktuation können Sie ablesen, welche Qualifikationen Sie etwa wann ersetzen müssen. Anhand der Unternehmensziele, der absehbaren Technologie- und Marktentwicklung können Sie abschätzen, welches Wissen in den kommenden Jahren aufgebaut werden muss. Prüfen Sie dann zunächst, ob Mitarbeiter und Führungskräfte aus den eigenen Reihen die Lücke schließen können und welcher Weiterbildungsbedarf daraus entsteht. Denken Sie dabei auch an die Weiter- und Umqualifizierung älterer Mitarbeiter. Aktualisieren Sie Ihre Weiterbildungsplanung jedes Jahr.
  • Achten Sie darauf, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur fachlich weiterzuqualifizieren, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen wie Kommunikations-, Team- und Führungsfähigkeit, konstruktive Konfliktlösung oder interkulturelles Verständnis weiterzuentwickeln. Denn diese Fähigkeiten werden immer wichtiger, um mit vereinten Kräften rasch genug die richtigen Antworten auf die Herausforderungen in einer Welt ständigen, globalen Wandels zu finden.
  • Wählen Sie geeignete Weiterbildungsangebote aus. Welche Formen kommen in Frage? Soll die Weiterbildung im Betrieb (oft sinnvoll bei mehreren Teilnehmern) oder außerhalb stattfinden? Kommt E-Learning in Frage? Kann der Weiterbildungsanbieter Zertifizierungen, gute Referenzen oder einen anderen Qualitätsnachweis beibringen?
  • Überprüfen Sie den Erfolg Ihrer Weiterbildungsmaßnahmen (siehe Checkliste Wissenstransfer
  • Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, Kompetenzlücken aufzuspüren und die Weiterbildungsinitiative zu ergreifen. Unterstützen Sie sie bei der Auswahl geeigneter Angebote, bieten Sie Weiterbildungsurlaub an und weisen Sie sie auf Fördermöglichkeiten für berufliche Fortbildung hin
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten der Weiterbildung am Arbeitsplatz, indem Sie neue, weniger erfahrene Mitarbeiter mit langjährigen Fachkräften als Mentoren zusammenbringen – oder umgekehrt Hochschulabsolventen mit dem neuesten Know-how mit Älteren, die mit dem Betrieb bestens vertraut sind. So verbreitern Sie die Wissensbasis im Unternehmen und fördern den Wissenserhalt.
  • Werben Sie bei der Personalsuche mit den Weiterbildungs- und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in Ihrem Betrieb. Machen Sie deutlich, dass Sie als Mittelständler schon in jüngeren Jahren vielseitigere Aufgaben und breitere Verantwortung bieten können als ein großer Konzern.

 

 

 

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