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Eigenkapital

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Säulen

Eigenkapital: Stabile Säule für die Firma

Bei der Finanzierung eines mittelständischen Unternehmens ist das Eigenkapital der Dreh- und Angelpunkt. Es bezeichnet das Netto-Betriebsvermögen, das sich nach Abzug aller Verbindlichkeiten ergibt. Die Gesellschafter haften damit gegenüber den Gläubigern des Unternehmens.

Das Eigenkapital speist sich aus zwei Quellen:

  • Einlagen der Gesellschafter – dazu zählt auch die Kapitalzuführung durch externe Investoren (Beteiligungskapital) – und
  • nicht ausgeschüttete Gewinne (Innenfinanzierung).

Umgekehrt mindern Verluste und Entnahmen das Eigenkapital. Dies spiegelt sich auch in der Bilanzierung wider: Laut Handelsgesetzbuch (HGB) setzt sich das Eigenkapital aus gezeichnetem Kapital (zum Nennwert), Kapitalrücklage (aus dem für Anteile gezahlten Aufpreis), Gewinnrücklagen, Gewinn- bzw. Verlustvortrag und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag zusammen.

Das Eigenkapital bildet das finanzielle Fundament des Betriebs. Denn ein starkes Eigenkapitalpolster macht ein Unternehmen widerstandsfähiger gegen Krisen und erleichtert es, Wachstumschancen zu nutzen. Auch bei der Aufnahme von Krediten macht sich eine hohe Eigenkapitalquote positiv bemerkbar, denn sie gilt als Indikator für die Bonität eines Betriebs. Damit kann das Unternehmen auch günstigere Kreditkonditionen aushandeln.

Im deutschen Mittelstand liegt die Eigenkapitalquote derzeit bei rund 20 Prozent, was Experten als zu gering einschätzen. Vor allem kleinere Betriebe verfügen häufig noch über sehr viel weniger oder gar kein Eigenkapital und sind damit in wirtschaftlichen Flauten besonders anfällig. Doch auch Firmen mittlerer Größe können ihre Chancen nicht nutzen, wenn die Kapitaldecke zu dünn ist. Investitionen in Produktentwicklung oder neue Produktionsverfahren, Kapazitätserweiterung oder die Erschließung neuer Märkte sind mit einer guten Eigenkapitalausstattung leichter zu stemmen.

Grund genug, über eine Beteiligungsfinanzierung zur Stärkung der Eigenkapitalbasis nachzudenken. Für den bayerischen Mittelstand sind insbesondere die Beteiligungsgesellschaften der LfA-Gruppe – die Bayerische Beteiligungsgesellschaft BayBG und Bayern Kapital – zentrale Ansprechpartner, wenn es um Fragen der Eigenkapitalfinanzierung geht.

Ratgeber: Eigenkapital schlägt Kredit 6:0

  1. Eine starke Eigenkapitalbasis hilft, Krisen zu meistern und die unternehmerische Unabhängigkeit zu bewahren.
  2. Wer über ausreichendes Eigenkapital verfügt, kann auch leichter Konkurrenten übernehmen oder sich an ihnen beteiligen, um schneller zu wachsen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
  3. Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto besser ist auch die Bonität des Unternehmens – ein Vorteil, wenn Kredite oder andere Fremdmittel benötigt werden.
  4. Bonität bedeutet auch Stärke in der Verhandlung mit Kapitalgebern und Geschäftspartnern. Betriebe mit hohem Eigenkapital gelten als risikoarm. Sie können deshalb Vorzugskonditionen bei Krediten oder Zahlungsvergünstigungen am Einkaufsmarkt für sich reklamieren. Dies senkt die Kosten – und stärkt damit indirekt wieder die Eigenkapitalbasis.
  5. Das Eigenkapital steht dem Unternehmen dauerhaft oder langfristig zur Verfügung.
  6. Eine Rückzahlungspflicht besteht für Eigenkapital nicht oder nur eingeschränkt. Einer Kündigung zur Unzeit, also in einer Unternehmens- oder Wirtschaftskrise, steht hier der Grundsatz der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht entgegen.

Interne Links:

Wie finanziere ich Eigenkapital über Beteiligungen?

Welche alternativen Finanzierungen gibt es?

 

 

 

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