Investitionen
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Die Weichen für die Zukunft stellen
Wer als Unternehmer langfristig auf den globalisierten Märkten erfolgreich sein möchte, muss investieren – sei es in die betriebliche Infrastruktur, etwa in moderne, leistungsfähigere und effizientere Anlagen, in den Ausbau der Kapazitäten oder in innovative Produkte und das dafür erforderliche Know-how. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es aber häufig nicht leicht, die nötigen Geldmittel aufzubringen. Bayern unterstützt die Betriebe aus diesem Grund mit verschiedenen Programmen, wie etwa Start- und Investitionskrediten der LfA Förderbank Bayern oder den regionalen Förderprogrammen (PDF-Download) in Bayern.
Viele Selbstständige setzen auf ihre Intuition, wenn es um eine Investitionsentscheidung geht. Schließlich gilt: Patentrezepte gibt es nicht. Man denke nur an den richtigen Zeitpunkt – ob die Talsohle erreicht ist, der wirtschaftliche Aufschwung anhält und auch die eigene Branche im Aufwind ist, darüber sind sich selbst Experten nur selten einig. Zudem kann es strategisch durchaus sinnvoll sein, eine wirtschaftliche Flaute zu nutzen, um das Unternehmen für den nächsten Aufschwung fit zu machen.
Trotzdem sollten Sie bei einer so weitreichenden Entscheidung nicht allein Ihrem Gefühl folgen. Verschiedene objektive Kriterien können Ihnen dabei helfen, sich für oder gegen eine Investition zu entscheiden. Dazu gehören Fragen wie:
- Ist die Investition strategisch sinnvoll?
- Gibt es Folgekosten? Wenn ja, in welcher Höhe?
- Sind die Voraussetzungen vorhanden, damit die Investition in absehbarer Zeit Ertrag bringt?
- Wie lang dauert es, bis sich die Anschaffungskosten amortisiert haben?
- Welche Gewinnerwartung ist mit der Investition verbunden bzw. welche Kostensenkungen lassen sich damit erreichen?
Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Kosten, Erträge und Nutzen einer Investition kaufmännisch zu untermauern. Auf diese Weise lässt sich die Rentabilität ebenso beurteilen wie die Kapitalbindung. Zu diesen Berechnungsmethoden gehören
- die statische Amortisationsrechnung zur Ermittlung der Kapitalbindungsdauer der Investition (Pay-off-Methode)
- die Kapitalwertmethode zur Ermittlung des Nettobarwerts einer Investition. Dabei werden alle aus der Investition resultierenden und auf den Anschaffungszeitpunkt abgezinsten Einnahmen und Ausgaben (einschließlich der Anschaffungskosten) auf den Anschaffungszeitpunkt abgezinst (also damit vergleichbar gemacht) und dann aufsummiert. Eine Investition lohnt sich, wenn der Kapitalwert größer als null ist, weil ihr Ertragswert dann die Anschaffungskosten übersteigt
- die Ermittlung der Marginalrendite (interner Zinsfuß) zur Errechnung der tatsächlichen Verzinsung des eingesetzten Kapitals
- die Sensitivitätsanalyse zur Bewertung der Stabilität der Rendite einer beabsichtigten Investition unter verschiedenen, insbesondere auch ungünstigen Annahmen, zum Beispiel über die Marktentwicklung.
All diesen Verfahren ist gemein, dass sie die Investitionsentscheidung objektivieren. Dies ist auch im Hinblick auf die verschiedenen Beteiligten an einem solchen Prozess sinnvoll. Und Kreditinstitute wissen es ebenfalls zu schätzen, wenn ein Investitionsvorhaben gewissenhaft und stichhaltig geplant wird.
Interne Links:
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