Innovation und Technologie
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Klein und clever - Innovationsförderung für den Mittelstand
Mittelständler werden dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn sie neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen entwickeln und im Markt positionieren können. Wettbewerbsvorteile können sie sich aber auch verschaffen, wenn sie zu den ersten gehören, die neue Technologien in Produkten und Produktionsverfahren anwenden. All das stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit und schafft langfristig Arbeitsplätze.
Der Freistaat Bayern unterstützt mittelständische Unternehmen, die in die Innovationsoffensive gehen und ihren Sitz oder eine für ein Projekt relevante Betriebsstätte in Bayern haben, mit einer Reihe von Förderprogrammen. Am breitesten ist das Bayerische Technologieförderprogramm (BayTP) angelegt. Gefördert werden unter bestimmten Voraussetzungen
- die Entwicklung neuer oder deutlich verbesserter Produkte und Produktionsverfahren (Entwicklungsvorhaben) oder
- die Einführung neuer Technologien, die vom Unternehmen nicht selbst entwickelt wurden und sich in der Branche noch nicht durchgesetzt haben (Anwendungsvorhaben).
Entwicklungsvorhaben können entweder als zinsverbilligter Technokredit (bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten) oder als Zuschuss (bei kleinen und mittleren Unternehmen maximal 35 Prozent). Für Anwendungsvorhaben steht nur der Technokredit (mit ebenfalls höchstens 80 Prozent) zur Verfügung. Der Antragsweg ist bei Entwicklung und Anwendung unterschiedlich. Wenn es Ihnen an Kreditsicherheiten mangelt, können Sie eine Risikoentlastung bei der LfA Förderbank Bayern beantragen.
Eine Alternative kann ein Darlehen aus dem ERP-Innovationsprogramm der KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau sein, das die förderfähigen Kosten in der Forschungs- und Entwicklungsphase (FuE) bis zu 100 Prozent abdeckt, außerdem bis zu 50 Prozent für die Markteinführung. Förderschwerpunkte sind Mikro-, Material-, Umwelt- und Energietechnik sowie Bio- und Gentechnologie.
Zudem bietet der Freistaat Projektförderung in den Bereichen Mikrosystemtechnik, neue Werkstoffe sowie rationelle Energiegewinnung und -verwendung. Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob auch Regionalförderung in Frage kommt (zum Beispiel, wenn Sie durch marktwirksame Anwendung neuer Technologien Arbeitsplätze schaffen) oder spezielle FuE-Förderprogramme des Bundes oder der EU für technologisch anspruchsvolle Projekte.
Bei Innovationsvorhaben, die attraktive Wachstums- und Ertragschancen eröffnen, aber mit hohem Kapitaleinsatz und einer längeren Durststrecke verbunden sind, kann die Aufnahme von Beteiligungskapital die Risiken abfedern helfen.
Tipp:
Auch kleine Unternehmen haben innovative Ideen, trauen sich aber oft nicht, sie in neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen umzusetzen – nicht zuletzt, weil ihnen die Spazialisten dafür fehlen. Staatliche Innovationsgutscheine sollen ihnen diesen Schritt erleichtern und sie so für die Herausforderungen der Zukunft fit machen. Die Gutscheine werden an kleine Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern ausgegeben, die bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung von Innovationen auf anerkannte Entwicklungs- und Forschungseinrichtungen zurückgreifen. Der Freistaat Bayern bezuschusst dabei die Kosten für den Einsatz der externen Experten – von Machbarkeitsstudien und Marktrecherchen bis zu Prototypenbau und Produktionstests – mit 50 Prozent, maximal 7.500 Euro pro Unternehmen. „Bei den Innovationsgutscheinen geht es in erster Linie darum, die Hemmschwelle abzubauen, die es gerade bei kleineren Betrieben gegenüber wissenschaftlicher Unterstützung noch gibt“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil.
Interne Links:
- Wie finde ich Partner für mein Innovationsprojekt?
- Wie kann ich als Unternehmer neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Entwicklungen nutzen?



