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Nachfolge

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Firmenübergabe: Frühzeitige Planung ist Trumpf

Die zwei wichtigsten Aufgaben des Unternehmers, so liest man es oft, sind die Firmengründung und die Regelung der Nachfolge. Doch nicht nur einen Betrieb erfolgreich abzugeben, auch ihn zu übernehmen ist eine große Herausforderung. In Bayern stehen jährlich 12.000 Unternehmen mit rund 100.000 Arbeitsplätzen zur Nachfolge an. Grund genug für die bayerische Mittelstandspolitik, das Thema zu einem zentralen Baustein zu erheben und es in einem eigenen Portal zu behandeln. 

Der Erfolg von Unternehmensnachfolgen hängt wesentlich davon ab, dass die Beteiligten sie frühzeitig und systematisch angehen und sich umfassend informieren. Dabei bringt der Schritt für beide Seiten Herausforderungen mit sich: Dem Seniorunternehmer fällt es häufig schwer, die Verantwortung abzugeben; sein Nachfolger trifft oft auf Vorbehalte und muss sich das Vertrauen seiner Mitarbeiter erst noch erwerben. Sich gut vorzubereiten und Rat von außen einzuholen, kann hier vieles leichter machen.

 

So machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Übergabe: 

  • Achten Sie auf eine klar definierte und effiziente Organisationsstruktur und sorgen Sie damit für transparente Abläufe und Entscheidungen.
  • Delegieren Sie Aufgaben an Führungskräfte, um eine zu starke Ausrichtung auf Ihre Person zu vermeiden.
  • Stellen Sie sicher, dass der Betrieb über nachhaltige Finanz- und Kapitalstrukturen verfügt und einen stabilen Ertrag und Cashflow aufweist.
  • Vermeiden Sie Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Lieferanten und verstärken Sie die Kundenbindung.
  • Hinterlassen Sie keine ungeklärten rechtlichen, steuerlichen oder bilanztechnischen Fragen.
  • Achten Sie darauf, dass die Kundendatei vollständig ist und die wesentlichen Informationen enthält.
  • Spezielles betriebliches Wissen – wie Herstellungsverfahren, Patente und Unternehmensabläufe – sollte dokumentiert sein.
  • Dokumente wie etwa Geschäftsverträge, wichtige Verträge und Vereinbarungen mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern müssen aktuell gehalten und logisch aufeinander abgestimmt sein.
  • Versuchen Sie, die Marktposition bestmöglich abzusichern.
  • Und vor allem: Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung der Übergabe und der Suche nach einem Nachfolger. Nutzen Sie dafür die Nachfolgebörsen.
  • Scheuen Sie sich nicht, fachmännischen Rat einzuholen.

Leitfaden für Nachfolger:

  • Suchen Sie den Dialog mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Kreditinstituten. So können Sie von ihnen lernen, ihre Interessen verstehen und sie für Ihre Projekte gewinnen.
  • Hören Sie am Anfang eher zu, als gleich mit neuen Konzepten ins Haus zu fallen.
  • Haben Sie keine Scheu, erfahrene Mitarbeiter, Führungskräfte und Geschäftspartner um Rat zu fragen. Nutzen Sie auch die Beratungsangebote des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.
  • Bemühen Sie sich, die Sprache Ihrer Adressaten und Partner zu sprechen. Nur dann können Sie überzeugen, Ihren Weg mitzugehen.
  • Treten Sie selbstbewusst, aber nicht arrogant oder besserwisserisch auf.
  • Stehen Sie hinter dem, was Sie als richtig erkannt haben, und setzen Sie es konsequent um.
  • Seien Sie sich bewusst, dass Sie eine gute Portion Leidensfähigkeit und Leidenschaft mitbringen müssen.
  • Nutzen Sie die zahlreichen Förderangebote. Der Bund und das Land Bayern behandeln Unternehmensnachfolger förderrechtlich wie Existenzgründer.

Tipp: Unternehmensnachfolge finanzieren

In der aktuellen Broschüre "Unternehmensnachfolge finanzieren" des Deutschen Industrie- und Handelskammertags und des Bankenverbands finden Sie viele nützliche Ratschläge.

 

 

Mehr erfahren auf www.unternehmensnachfolge-in-bayern.de:

 

Was sollten Nachfolger bei ihrer Entscheidung berücksichtigen?

Welche Vorkehrungen sollte der Übergeber treffen?

 

 

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