Transfer
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Wissenstransfer setzt Energien frei
Um neue Arbeitsplätze aus neuem Wissen zu schaffen, muss dieses schnellstmöglich in marktfähige Produkte umgesetzt werden. Dazu ist ein reibungsloser Technologie- und Wissenstransfer von der Forschung in die industrielle Anwendung nötig. Der enge Schulterschluss mit der Wissenschaft ist deshalb ein Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit des bayerischen Mittelstands.
Der Erstkontakt kann von beiden Seiten zustande kommen: Anfragen aus der Wirtschaft werden zielgerichtet an Wissenschaftler herangetragen, um dann gemeinsam eine Problemlösung zu erarbeiten, oder es werden umgekehrt Forschungsergebnisse direkt aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Unternehmen transferiert, um ihre praktische Anwendung in die Wege zu leiten. Wissenstransfer ist Chefsache, gerade in kleinen und mittleren Unternehmen, vor allem aber bei Selbstständigen und Freiberuflern, und genießt hohe strategische Bedeutung.
Die Bayerische Forschungsstiftung fördert anwendungsorientierte Forschungsvorhaben, die von Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam getragen werden. Ihre zentrale Aufgabe ist es, Wissen zu stiften und den Transfer von Wissen auch für mittelständische Unternehmen zu intensivieren.
Das Technologie-Transfer-Netz Bayern sorgt für den schnellen und reibungslosen Transfer von Wissen und Technologien aus den Hochschulen in die Industrie und ist deshalb ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Konkurrenzfähigkeit der bayerischen Wirtschaft. Als Ansprechpartner für mittelständische Unternehmen leisten die Technologietransferstellen (TT-Stellen) an allen bayerischen Hochschulen und Fachhochschulen hierzu einen wichtigen Beitrag.
Das Transfer-Portal BayDat ermöglicht die Recherche nach Informationen sowie nach Ansprech- und Kooperationspartnern an allen bayerischen Hochschulen. Konkrete Kooperationsgesuche können unmittelbar (und anonym) aufgegeben und Kooperationsangebote eingesehen werden.
Zur Mobilisierung des großen Potenzials an patentfähigen Erfindungen an den bayerischen Hochschulen wurde die Bayerische Patentallianz GmbH (BayPAT) mit Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums gegründet.
Ratgeber: So kommt neues Wissen ins Unternehmen
Konferenzen, Seminare und Weiterbildungen sind eine wichtige Quelle für Wissen, das dem Unternehmen nützt. Um die gewonnenen Erkenntnisse aus den Köpfen der Mitarbeiter ins Unternehmen zu transferieren, sind zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung von Schulungen, Seminaren oder Messebesuchen von elementarer Bedeutung.
- Weiterbildungen – sowohl für Ihre Mitarbeiter als auch für Sie selbst – sind nur dann zielführend, wenn ein konkreter Bedarf vorhanden ist. Klären Sie vorher, welche Ergebnisse erwartet werden. Das geschieht am besten in einem kurzen Briefing-Gespräch.
- Führen Sie nach der Rückkehr ein systematisches "Debriefing-Gespärch", in dem regelmäßig das Gelernte abgefragt, bewertet und dokumentiert sowie neue Ideen und Kontakte festgehalten und ausgewertet werden. Halten Sie die Ergebnisse schriftlich fest und definieren Sie gemeinsam, welche Ziele der Ausgebildete weiterverfolgt, welche Inhalte das Team betreffen und was in der nächsten Teamsitzung zu besprechen ist.
- Kontrollieren Sie nach einiger Zeit, ob sich wirklich etwas geändert hat oder ob alles beim Alten geblieben ist.
- Verhindern Sie, dass sich Herrschaftswissen ansammelt. Wer versucht, sich durch Zurückhalten von Wissen oder Erkenntnissen selbst unersetzbar zu machen, schadet dem ganzen Unternehmen.
- Diskutieren Sie ganz offen. Es darf beim Wissenstransfer keine "heiligen Kühe" geben: Alles muss auf den Tisch – und auf die Prüfbank. Nur so entsteht im Unternehmen echte Innovation. Offene Gespräche und sichtbare Taten stärken außerdem das Vertrauen der Mitarbeiter.






