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04. September 2019 In Kalender eintragen

Inhouse-Beratung Malaysia in der Region Mittelfranken

Die Wachstumsprognosen für die malaysische Wirtschaft für 2019 wurden leicht gesenkt. Aktuell gehen das Malaysian Institute of Economic Research (MIER) und das Department of Statistics von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von real "nur noch" 4,5 Prozent aus. 2018 konnten 4,7 Prozent erzielt werden und 2017 sogar 5,9 Prozent. Das nachlassende Wachstum wird mit den unsicheren globalen Wirtschaftsaussichten begründet. Die Weltbank ist optimistischer und behält ihre Prognose von 4,7 Prozent für 2019 bei. Beide möglichen Ergebnisse könnten sich angesichts der aktuellen globalen Verwerfungen mehr als sehen lassen. Malaysia ist eine sehr offene Volkswirtschaft, die auf einen freien Welthandel angewiesen ist. Die protektionistischen Tendenzen führen zu Unsicherheit und einer nachlassenden Nachfrage bei bestimmten Gütern. Andererseits profitiert Malaysia auch vom Handelsstreit zwischen den USA und China. Einige Unternehmen, die in China produzieren, haben angefangen, ihre Produktion teilweise auch nach Malaysia zu verlagern. Auch interne Gründe tragen zu dem etwas langsameren Wachstum bei. Die neue malaysische Regierung ist aktuell sehr damit beschäftigt, die Folgen des Finanzskandals (1MDB) aufzuarbeiten. Dies beinhaltet auch die rigorose Überprüfung von Großprojekten, die unter der Vorgängerregierung beschlossen worden waren. Einige wurden gestrichen oder auf Eis gelegt. Es gab inzwischen aber auch bemerkenswerte Erfolge bei Nachverhandlungen mit chinesischen Vertragspartnern. Die öffentliche Hand wird neben den bereits beschlossenen Großprojekten aktuell kaum neue Investitionen tätigen. Denn primäre Regierungsziele sind der Schuldenabbau und eine gerechtere Verteilung des Wohlstands. Das BIP-Wachstum wird vor allem durch den privaten Konsum getragen. Die Binnenkonjunktur ist sehr robust. Sowohl der Dienstleistungssektor expandiert als auch - obgleich etwas schwächer - die verarbeitende Industrie. Dies führt zu einer stetigen Nachfrage nach Arbeitskräften und somit zu höheren Löhnen, die wiederum den privaten Konsum ankurbeln.

Deutschland ist mit einem Anteil von drei Prozent das wichtigste europäische Lieferland und liegt im weltweiten Vergleich auf Rang zehn. Als Abnehmer malaysischer Güter wird Deutschland in Europa nur von den Niederlanden übertroffen. Innerhalb der ASEAN ist Malaysia nach Singapur Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner mit einem Handelsvolumen von knapp 16,2 Milliarden US$.

Deutsch-Malaysische Industrie- und Handelskammer steht Ihnen im Rahmen der Inhouse-Beratung für ein ca. einstündiges Beratungsgespräch in Ihrem Unternehmen in der Region Mittelfranken zur Verfügung und bietet Ihnen die Möglichkeit, sich individuell über den malaysischen Markt zu informieren und Ihre Fragen zu klären. Das Gespräch richtet sich nach Ihrem persönlichen Beratungsbedarf.
Die Anzahl möglicher Unternehmensbesuche ist begrenzt; Ihr Termin wird Ihnen rechtzeitig mitgeteilt.

Weitere Informationen

4. September 2019, 9.00 – 16.00 Uhr, Inhouse-Beratung Malaysia, Region Mittelfranken